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Depolarize

Projektbeschreibung

Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie gesellschaftliche Polarisierung abgebaut und konstruktive Gespräche über kontroverse Themen ermöglicht werden können. In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern werden dialogische Methoden entwickelt, erprobt und ausgewertet, die Empathie und Perspektivwechsel fördern. Ziel ist es, Menschen mit unterschiedlichen Meinungen wieder ins Gespräch zu bringen und Verständigung zu erleichtern. Die Ergebnisse fließen in ein öffentlich zugängliches Toolkit ein, das in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten eingesetzt werden kann.

Zielgruppe:

Das Projekt richtet sich primär an zivilgesellschaftliche Akteur*innen, Moderator*innen, Bildungsinitiativen und Organisationen, die mit polarisierten Gruppen arbeiten. Darüber hinaus adressiert es Kommunen, Vereine und engagierte Einzelpersonen, die Dialogformate in ihrem Umfeld umsetzen möchten. Indirekt profitieren auch Bürger*innen, die an den erprobten Dialogformaten teilnehmen. Die breite Öffentlichkeit wird insbesondere über die Veröffentlichung der Methoden und Ergebnisse erreicht.

Wie Breite Beteiligung in diesem Projekt umgesetzt wurde:

Breite Beteiligung wurde im Projekt u. a. durch die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis umgesetzt. Die entwickelten Methoden wurden in unterschiedlichen Dialogformaten mit Teilnehmenden aus verschiedenen sozialen und politischen Hintergründen erprobt. Rückmeldungen der Beteiligten flossen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Ansätze ein. Dadurch entstand ein Prozess, der unterschiedliche Perspektiven systematisch berücksichtigt.

Was hat mit Blick auf die Breite Beteiligung gut geklappt und warum:

Gut funktioniert insbesondere der Fokus auf Empathie, Zuhören und Perspektivwechsel, da diese Ansätze Menschen unabhängig von ihrer politischen Position ansprechen. Die praxisnahe Erprobung der Methoden ermöglicht es, unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen direkt einzubeziehen. Auch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern trägt dazu bei, die Vielfalt der Perspektiven strukturiert auszuwerten. Zudem erhöht die offene Bereitstellung der Ergebnisse die Reichweite über die unmittelbar Beteiligten hinaus.

Was hat mit Blick auf die Breite Beteiligung weniger gut geklappt:

Es ist herausfordernd, Menschen zu erreichen, die grundsätzlich wenig Berührung mit Dialog- oder Beteiligungsformaten haben. Die Teilnahme an solchen Projekten setzt teilweise eine gewisse Offenheit oder Vorbildung voraus, was die tatsächliche Breite der Beteiligung begrenzt. Man könnte noch stärker auf niedrigschwellige Formate und Alltagsorte setzen, um neue Zielgruppen anzusprechen. Eine frühere und aktivere Einbindung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen könnte die Reichweite zusätzlich erhöhen.

Ansprechperson / Projektinitiative

Name der Initiative / Institution: Initiative Offene Gesellschaft e.V.

E-Mailadresse: freunde@offenegesellschaft.org

Fördergeber / Institution: Volkswagenstiftung

Projekthomepage / Projektdokumentation: https://offenegesellschaft.org/depolarize/?_sc=NDg1ODk1NyMxMTY1Ng

Förderprogramm / Berater*in / Unterstützende Organisation: Universitäten Hamburg und Wien